Donnerstag, 7. Juni 2012


"You showed him all the best of you
But I'm afraid your best

Wasn't good enough

And know he never wanted you

At least not the way
You wanted yourself to be loved
And you feel like you were a mistake
He's not worth all those tears that won't go away"




Dienstag, 5. Juni 2012


"Ein jeder kriegt, ein jeder nimmt 
in dieser Welt, was ihm bestimmt."

Wilhelm Busch


Bereits als Kind lerntest du, dass auf Nehmen ein wohltätiges Geben folgt. Dass es sich nicht schickt, jemandes Hand zu ergreifen wenn man den kleinen Finger angeboten bekommt. Du lerntest artig zu danken und das Nehmen nur mit Zurückhaltung zu genießen. Ein ausgeglichenes Wechselspiel.
Doch du wurdest älter und du erkanntest die Lügen in ihrem System. Die Fehler in ihren Statistiken.
Du erkanntest dich und die Menschen.

Mehr, mehr, noch mehr,viel mehr. Gib uns alles was du hast. 
Deine Seele zur unverbindlichen Preisempfehlung. Nur noch in diesem Leben und nur solange der Vorrat reicht. Und du gibst, weil es sich so gehört. Weil du überleben, dich ernähren und vermehren willst.
Total Obedience. Arbeite hart, arbeite mehr. Sei nützlich und produktiv. Ausruhen kannst du dich dann später. 5 Meter und der Erde.

Nicht nur Staat und Wirtschaft profitieren von dir. "Ja" und "Amen" lehrte dich die Bibel. Du herzensguter Christ. Du und dein gutmütiges Herz. Lässt dich ausbeuten, belügen und betrügen. Du gibst und gibst noch mehr. Alles was du hast und darüber hinaus. Und der gute Mensch nimmt, immer und immer wieder. Du wartest, auf eine reichende Hand, auf ein Geschenk, auf ein Wunder? 
Du blindes Geschöpf. Was du gibst bleibt fort. Worauf du wartest, auch.
Wach endlich auf und sieh ein das es eine grausame Lüge war. Das was sie dir damals erzählten. Eine wunderschöne Utopie. 


Dienstag, 29. Mai 2012

everyday´s runaways


Klick dich aus. Schließ die Augen und beam dich hoch.
Du hast die Scheiße lang genug ertragen. Lang genug gelitten, lang genug mitgespielt.
Das grausame Spiel, bei dem der Gewinner der Verlierer ist. Bei dem ein Mensch kaum mehr einen Pfifferling wert ist. Bei dem sie blind mitmachen, keine Fragen, kein Problem.
Ein (Atem-)zug und weg. Mit Lichtgeschwindigkeit durch die Galaxie. Vorbei an Sternen, Schrott und Stein. 
Kein Leben, ein Zustand. Grob, wütend, achtlos.
Schmeiß dich weg, so wie sie es taten. Ins Leere, ins Nichts.
Zehntausend Tote bei Erdbeben, dreißig Schwerverletzte bei Selbtsmordattentat. Und immer noch sterben sie da drüben. Im nahen, fernen Afrika. 
Was kannst du dafür?
Du hast ihnen nichts getan und doch trägst du die Schuld. Die Last auf den Schultern dieser Generation. Ballast, schier unerträglich.
Beam dich hoch und lass den Scheiß hinter dir. Bis sie dich zurückholen.



Fotograf: Stefan Grautstück
Assistent, Kippenstopfer und Haarezurechtleger: Niklas Wenzel

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Fotograf: Stefan Grautstück